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Brief des Vereins Münster´s Warendorfer Straße e.V. an das Tiefbauamt mit Ergänzungen durch Herrn Niehoff, vom Tiefbauamt ganz unten
Dirk Neufelder, Warendorfer Str. 73, 48145 Münster Dr. Anne Drepper, Warendorfer Str. 98, 48145 Münster
Tiefbauamt der Stadt Münster z. Hd. Herrn Niehoff
Münster den 30. März 2010
Kanalsanierung Warendorfer Straße
Sehr geehrter Herr Niehoff,
vielen Dank noch einmal für die Möglichkeit, die Pläne des Tiefbauamtes zur Kanalsanierung in der Warendorfer Straße vom Ring stadtauswärts vorab kennen zu lernen. Im Folgenden möchte ich ein paar Punkte, die es zu überprüfen gilt und offene Fragen des Treffens vom Dienstag den 23.03.10 schriftlich festhalten.
Wir bitten um Überprüfung der zeitlichen Planung. Und zwar erstens die Möglichkeit einer Verschiebung des geplanten Baubeginns vom Herbst 2010 in das Frühjahr 2011 zu prüfen. Damit nicht bereits in der Vorweihnachtszeit durch die ersten Baugruben und Container auf der Straße die jahreszeitliche Stimmung gestört wird und der verstärkte jahreszeitlich bedingte Verkehr (Winter und schlechtes Wetter) sowie der verstärkte saisonale Verkehr (Vorweihnachtszeit) gleich zu chaotischen Verhältnissen im Bereich der Baustellen führen.
Zweitens bitten wir noch einmal um eine ernsthafte Überprüfung, ob die Kanalbauarbeiten nicht bis Ende November 2011 abgeschlossen sein können. Wir bitten insbesondere auch um Überprüfung, ob dieses durch Einsatz eines weiteren Bohrers oder einer zweiten Firma erreicht werden kann, denn wenn aufgrund der sehr langen geplanten Bauzeit hier, wie auch schon vorher in anderen Straßen Münsters die Bauarbeiten zur Schließung zahlreicher Läden führen, dann ist auch hier ein großer wirtschaftlicher Schaden gewiss. Wir bitten dieses bei der Planung ernsthaft zu berücksichtigen. In diesem Zusammenhang wurde auch gebeten, in entsprechender Schichtarbeit von 7 bis 19 Uhr durchzuarbeiten. Wir bitten um Überprüfung, ob für den Durchgangs-Schwerlastverkehr während der Kanalbauarbeiten eine Tonnage-Beschränkung möglich ist, um die durch die Baugruben angespannte Verkehrssituation zu entlasten. Beim Verkehr ist zu beachten, dass das Entladen der LKW vor der Bäckerei Wiemeler über Tag passiert und eine Zeit dauert, das heißt hier muss die Fahrbahn breit genug frei bleiben, damit der Verkehr zweispurig weiterfließen kann, und ein Stück stadteinwärts wird noch ein Haus abgerissen und neu gebaut (oder zwei?). Bei der Baustelle gegenüber bedeutete das voriges Jahr monatelange Sperrung einer Fahrzeugbreite auf der Fahrbahn für Kran, LKW, Baumaterial etc.. Wir bitten hier entsprechend um vorherige Klärung, damit es nicht hier zu Blockaden auf beiden Fahrbahnseiten kommt Wir bitten um den Erhalt der Bus-Haltestellen während der Bauzeit, insbesondere den Erhalt der Haltestelle Dechaneistraße. Es wäre zudem wünschenswert, wenn für die Bauzeit für durch die Baugruben wegfallenden Parkplätze an alternativen Stellen Kurzzeitparkplätze eingerichtet werden könnten, z.B. die Parkboxen an der Probsteistr. Ecke Dechaneistr. oder am Beginn weiterer Seitenstraßen. Im übrigen wurde seitens des Friseur-Handwerks darum gebeten die maximale Parkdauer auf 2 Stunden zu erhöhen. Vielleicht ist für die Bauzeit ja auch ein Kurzzeit-Parken wie an der Hammerstr. kostenlos möglich. Uns wurde von Herrn Jaskowiak zugesagt, dass die Dechaneistraße selbst längstens für eine Woche gesperrt würde. Es wäre uns hilfreich, wenn dieses in den Sommerferien passieren würde, zumal über die Dechaneistaße auch die Zufahrt zur Schule läuft (auch Feuerwehrzufahrt). Es wurde uns zugesagt, die Container hinter die Baugruben zu stellen, so dass erstens der Verkehr komplett zweispurig weiterfließen kann und die Gehwege und Radwege freibleiben. Zudem wurde uns zugesagt, dass die Fläche unter den Platanen an der Ecke Dechaneistr. ebenfalls frei bleibt. Dieses ist für den Flair dieser ganzen Ecke mit seinen versorgenden kleinen Lebensmittel- und Blumenläden sehr wichtig.
Es liegen zahlreiche denkmalgeschützte Häuser an der Warendorfer Straße, hier bitten wir um besondere Vorsicht bezüglich Erschütterungen und um Einbeziehung der Denkmalbehörde bei der Planung von Arbeiten in unmittelbarer Nähe zu den geschützten Häusern.
Es gab mehrere Hinweise auf starke Schwingungen in den angrenzenden Häusern bis zu Behinderungen bei der Arbeit. Hier sollte überprüft werden, ob das mit den schwierigen Bodenverhältnissen bzw. den Betonplatten unter der Fahrbahndecke zusammenhängt. Diese Frage dürfte vor allem bei der Frage des Straßenneubaus sehr wichtig sein, da dann die Minderung dieser Schwingungen ein dringendes Ziel sein sollte. Daher bitten wir hier noch einmal um Überprüfung des Sachverhalts. Zum anvisierten Straßenneubau bitten wir folgendes zu beachten. Es kann sein, dass es für die Anlieger auch sehr sinnvoll ist, den Straßenbelag zu erneuern, und dafür auch die alten Betonplatten aus der Straße heraus zu holen (Problem der Schwingungen). Aber die Gehwege und Radwege sind eigentlich bis auf einige Stellen, wo die Wurzeln Platten anheben durchaus in Ordnung. Daher wäre hier zu prüfen, ob nicht ein Straßenneubau ohne Rad- und Gehweg-Erneuerung für alle Beteiligten mit sehr viel weniger Einschränkungen einhergehen würde (deutlich kürzere Gesamt-Bauzeit ohne Stadtwerke und Telekom-Beteiligung, sowie deutlich weniger Zugangs-Probleme zu den Läden) und die Stadt könnte ihre knappen Kassen deutlich schonen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Anne Drepper
Folgendes wurde telefonisch durch Herrn Niehoff vom Tiefbauamt ergänzt:
Bitte um Überprüfung, ob die Kreuzung Dechaneistr./Warendorfer Str. entschärft werden kann (Warendorfer ist von der Dechaneistr. aus schlecht einsehbar, Radfahrer dürfen bei „Rot“ auf der Warendorfer weiterfahren, Autos aus der Dechaneistr. und Probsteistr. nutzen grüne Fußgängerphase auf Warendorfer und preschen mitunter ziemlich schnell in den Kreuzungsbereich rein).
Insgesamt wurde verabredet über das gesamte Vorhaben miteinander in der Kommunikation zu bleiben, damit einerseits das Bauvorhaben nicht zu unnötigen Beeinträchtigungen führt und andererseits Verständnis seitens der Betroffenen für die unvermeidbaren Einschränkungen entwickelt werden kann.
Die Kommunikation soll öffentlich gemacht werden, zur Information der Anlieger und Anwohner.
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